Ich feiere euch. Ich feiere auch mich damit.
Ja ich präsentiere mich und hier sogar für Dich auf dem Silbertablet. Damit Du dein Bild bestätigt bekommst, dass du von mir schon gemacht hast, ohne mich überhaupt zu kennen. Damit dein Stempel noch mehr Bedeutung bekommt, den du mir aufdrückst. Damit du dich noch mehr über mich entsetzten kannst oder du lässt dich wie andere von mir inspirieren und ermutigen auch deinen Weg der Selbstverwirklichung zu gehen, egal wie andere das Wahrnehmen und Interpretieren werden.
Denn eines das können weder ich noch du jemals kontrollieren, wie das was wir in diese Welt hinaussenden bei den anderen Menschen ankommt und wie sie unsere Botschaften und das, was wir leben schlussendlich interpretieren.
Danke an all die Frauen die mich inspiriert haben, in positiver, aber auch negativer Art und Weise. Frauen, die mich feiern und mich fragen, wie ich all das geschafft und gemeistert haben. Die ebenfalls etwas von diesem Selbstvertrauen und dieser Verkörperung für sich möchten. Aber auf Frauen, die mich verurteilen für mein Zeigen, mein Sein und das, was ich lebe oder verkörpere.
In manchen Augen bin ich für das, was ich tue, oder bin eine „Schlampe“. Ja und dann bin ich halt eine „Schlampe“, das ist ok. Wenn eine „Schlampe“ zu sein heisst das zu leben, was mich erfüllt, dann ist es so. Ich werde mich nicht ändern oder klein halten lassen, von dir oder sonst jemandem, der sich getriggert fühlt. Ebenfalls werde ich nie steuern können was ich in dir auslösen oder wie du meine Botschaften verfärbst und interpretierst. Ich stehe hier für all die Frauen und Menschen, die daran interessiert sind bei sich hinzuschauen und sich selbst zu Verwirklichen. Ich bin hier, um genau diesen Menschen Mut zu machen, sich nicht von solchen Dingen und Menschen zurückhalten oder aufhalten zu lassen ihr leben und sich selbst zu verwirklichen. Das ist nämlich schlussendlich viel schmerzhafter als all die Verurteilungen von anderen Menschen.
Etwas das ich in meinen jungen Jahren nicht sein wollte. Eine «Schlampe». Etwas das ich vor Jahre noch gefürchtet habe. Heute ist es mir egal als «Schlampe» abgestempelt zu werden, weil ich lebe, liebe und das tue was mich erfüllt. Es macht mir nichts mehr aus so genannt oder sogar beschimpft zu werden, weil ich all die positiven Dinge hinter diesem Titel sehe und ich diese Eigenschaften und Fähigkeiten nie mehr hergeben würde, ich feiere diese Dinge sogar und stehe dafür ein, auch wenn andere Menschen mich dafür verurteilen oder hassen.
Gerade durch das, was ich als Model «Isabelle Bella» verkörpere werde ich seit Beginn meiner Modelseite mit diesem Begriff «Schlampe» konfrontiert. Ebenfalls durfte ich die letzten Jahre durch das Coaching erkennen wie sehr diese Eigenschaften der «Schlampe» verbunden sind mit dem Wunsch nach Selbstliebe, Körperakzeptanz und Selbstbewusstsein. Ich werde euch in diesem Blog erläutern, wie es dazu kommt und was dahintersteckt. Warum ich eine «Schlampe» zu sein feiere und mir sogar wünsche das noch viel mehr Frauen sich getrauen eine «Schlampe» zu sein und aufhören sich von anderen Frauen oder Männer einschüchtern oder klein halten lassen. Dieser Begriff ist so viel Positiver, als es in unseren Köpfen abgespeichert ist, wenn wir das Thema ganz neu aufrollen.
In jedem Coaching, das ich mit Frauen zum Thema Selbstliebe oder dem Wunsch nach einer erfüllten Sexualität geführt habe, kam genau dieses Thema «Schlampe» früher oder später auf den Tisch. Den jede dieser Frauen hatte den Schatten «keine Schlampe» sein zu wollen, wie ich vor über 10 Jahren. Wenn wir in der Sexualität oder Selbstliebe wachsen wollen und für unsere Bedürfnisse einstehen, werden wir zwangsläufig mit diesem Schatten konfrontiert, weil wir zu einer Bedrohung werden könnten für andere. Wir wollen nicht von anderen auf Grund unsere Bedürfnisse verurteilt werden und als «Schlampe» abgestempelt werden. Also wie kommt es dazu?
Fangen wir doch damit an, wann Menschen dieses Wort überhaupt nutzen und weshalb?
Wir nutzen diesen Begriff, um andere zu beleidigen oder klein zu halten, also grundsätzlich eigentlich NUR um eine Frau zu beleidigen, in Bezug auf ihr Sexualverhalten oder ihre Sichtbarkeit. Damit verdecken wir aber schlussendlich nur unser eigenes «nicht ausleben», unsere eigenen Wunden.
Dieses Wort hat nichts Ehrenhaftes oder Positives, auf den ersten Blick! Ich werde das mit diesem Blog nun definitiv ändern. Aus meiner Sicht hat es nämlich das grösste Wachstumspotenzial für uns Frauen.
Ebenfalls gibt es einen Unterschied wann dieses Wort Frauen und wann es Männer nutzen und es gibt definitiv auch einen Unterschied in der Bewertung, wenn Frauen oder Männer das selbst tun, was dieses Wort umschreibt. Männer werden dafür gefeiert «Schlampen» zu sein.
Wann und warum nutzen es Frauen?
Sie nutzen es, um andere Frauen schlecht zu machen und sich aufzuwerten. Sie nutzen es, wenn sie getroffen oder verletzt werden, weil andere Frauen etwas verkörpern, besonders in der Beziehung und Sexualität, dass sie möchten, aber nicht können. Sie nutzen es, um andere Frauen klein zu halten, weil sie sich in diesem Moment selbst minderwertig fühlen. Oft wird es gesagt, weil man als Frau es nicht fassen kann, dass eine andere Frau sich dafür haben kann gewissen Dinge insbesondere in Bezug auf ihre Sexualität oder ihre Sichtbarkeit zu tun. Man verurteilt sie schlussendlich für das ausleben ihrer Bedürfnisse. Dies triggert schlussendlich nur die versteckten Bedürfnisse in uns selbst. Wir fühlen uns sozusagen bedroht von der «Schlampe». Schlussendlich sind «Schlampen» für uns Frauen eine Bedrohung. Sie sind unberechenbar und zu Dingen fähig, die wir uns selbst nicht erlauben und das macht sie so gefährlich.
Wann nutzen es Männer und warum?
Männer nutzen dieses Wort ebenfalls, um eine Frau zu beleidigen. Hauptsächlich, wenn die Frau ihn ihnen Dinge triggert, die sie verurteilen oder ebenfalls, wenn sie bei einer Frau nicht landen können oder von ihr abgewiesen werden. Dazu muss ich aber sagen, dass ich all die Jahren nie von Männern mit diesem «Wort» konfrontiert wurde. Ich denke Frauen nutzen es häufiger als Männer, aber Warum? Ich denke, weil dieses Wort viel mehr mit dem «weiblichen Geschlecht» in Verbindung steht. Denn Männer werden für genau diese Dinge, wie Sexualität und die damit Verbundenen Erfahrungen gefeiert. Etwas haben Frauen und Männer die Frauen damit beleidigen wollen gemeinsam. Die «Schlampen» stellen für diese Menschen eine Bedrohung dar. Sie triggern etwas in ihnen, dass sie verurteilen, insbesondere, weil sie es sich selbst nicht erlauben.
Warum sollten wir Frauen es feiern «Schlampen» zu sein oder keine Angst mehr davon haben als «Schlampe» bezeichnet zu werden?
Wir Frauen lassen uns durch dieses Wort, durch diese «Verurteilung» von Menschen aufhalten unsere eigenen Bedürfnisse zu leben. Wir lassen uns unser Potenzial unterbinden, unser Feuer dämmen und schränken uns viel zu sehr im Wachstum was Sexualität, Sinnlichkeit und Selbstverwirklichung betrifft ein. Ebenfalls ist es ein Teufelskreis, wir können all die Dinge nicht leben, weil wir sie uns nicht erlauben aus Angst verurteilt zu werden und werden dadurch selbst zu diesen Menschen die «Schlampen» verurteilen und vor allem andere Frauen klein halten. Es ist mehr als an der Zeit das wir Frauen uns gegenseitig stärken und nicht mehr fertigmachen und klein halten. Wir Frauen haben vergessen das vor allem die Geschichte und die Prägungen der Gesellschaft dazu führen, dass wir uns gegenseitig bekämpfen und somit klein halten anstelle uns gegenseitig zu unterstützen und wachsen zu lassen.
An der Stelle ein Danke an die Frauen, die mich verurteilt haben, aber wortwörtlich über ihren Schatten gesprungen sind und sich davon nicht beirren haben lasse, sondern in ein Coaching zu mir kamen, weil sie all die anderen Dinge unbedingt wollten, die eine „Schlampe“ eben ebenfalls mit sich bringt und ich verkörpere. Selbstliebe, Sinnlichkeit, Sichtbarkeit, eigene Bedürfnisse leben und den eigenen Weg gehen egal was andere davon halten.
Jetzt kommt der wichtigste Teil dieses Blogs aus meiner Sicht. Das Warum es mir Heute egal ist, als «Schlampe» betitelt zu werden. Warum ich es sogar feiere, und mir wünsche das es noch mehr Frauen tun und sich nicht verbiegen und klein halten lassen von anderen Frauen, Männer oder der Gesellschaft an sich. Den die Positiven Eigenschaften dieser Bezeichnung «Schlampe» aus meiner Sicht, ist eine Frau, die ihre Sexualität auslebt und lebt. Eine Frau die sich nicht verbiegen lässt auf Grund gesellschaftlicher Ansichten. Eine Frau, die mit mehreren Männern geschlafen hat, die Erfahrungen gesammelt hat, die ihr leben lebt. Im Übrigen werden die Männer dafür gefeiert und gelobt. Eine Frau, die das macht, was sie möchte, die nach ihren Bedürfnissen handelt, auch wenn es anderen nicht gefällt. Eine Eigenschaft, die sehr vielen Frauen fehlt und ein grosser Türöffner für Selbstliebe ist, sich überhaupt zu erlauben egoistisch zu sein und die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und kundzutun. Eine Frau, die ihre Sexualität geniesst und auskostet. Etwas das ich definitiv zelebriere und um nix in der Welt hergeben würde und ich nur wärmstens weiterempfehlen kann, wenn du dir eine erfüllende Sexualität wünschst. Eine Frau, die ihre Sinnlichkeit und Erotik nicht versteckt, sondern sie lebt und feiert. Auch etwas, dass ich nicht mehr hergeben würde. Weil es mein Feuer der Leidenschaft, Liebe, Kreativität und Zufriedenheit in mir erweckt und stillt.
Ich hoffe das mehr Frauen diesen Schatten erkennen und bereit sind eine „Schlampe“ zu sein, oder sich nicht mehr davor fürchten als solche abgestempelt zu werden. Denn das alles ist schlussendlich nur eine Interpretationssache und Auslegung von anderen. Würden „Schlampen“ gefeiert werden, dann hätten wir wieder viel erfülltere Frauen nicht nur in den Betten auch im Leben selbst. Frauen, die sich nicht klein halten oder von der Gesellschaft verbiegen lassen. Frauen, die erfüllt sind und ihre Bedürfnisse leben entwickeln automatsch die Fähigkeit das Aufblühen anderer Frauen nicht mehr zu bekämpfen.
An der Stelle ist noch zu sagen, das Hater, Neider und Missgünstige Menschen auch eine unglaublich Inspirationsquelle sein können. Denn es kommt immer darauf an, was wir mit dem Feuer der Wut anstellen und wohin wir es lenken. Danke an der Stelle auch an all diese Menschen, denn Dank ihnen konnte ich ebenfalls immer wieder neuen Ideen und Kreativität schöpfen. Ebenfalls zeigt es mir auf, dass ich etwas bewirke, denn jeder Trigger gibt uns die Möglichkeit eines Funken von Veränderung. Ich bin nicht hier um geliebt zu werden. Ich bin hier um Grenzen zu sprengen und dein und mein Aufblühen zu entfalten.
Auf die „Schlampen“ dieser Welt. Lasst sie uns feiern und diesem Wort eine neue Bedeutung verleihen.
Beitragsbild von Björn Gotzmann