Der Schlüssel zu deiner Einzigartigkeit

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke und meine grössten Herausforderungen mit anderen Menschen teile, dann bin ich immer wieder unglaublich dankbar, dass ich mich bewegt habe. Das ich mich nicht habe aufhalten lassen von Überzeugungen anderer oder der Gesellschaft. Das ich aus diesem Gefängnis bereits vor Jahren ausbrechen konnte, weil das Leben mich ein Stückweit dazu aufgefordert hat. Es hat mir Situationen und Menschen geschickt und vor allem die Liebe. Die Liebe hat mich immer wieder dazu gebracht über mich hinauszuwachsen und mich nicht aufhalten zu lassen von mir selbst oder anderen. Die Liebe ist ein Stückweit auch die Sprache meines Herzens, die mich führt. Für die Liebe oder Dinge, für die ich brenne, da bin ich bereit weit aus mehr zu tun als ich jeweils für möglich halte. Dafür gehe ich über meine Grenzen und Ängste hinaus und ich wurde immer wieder belohnt dafür mit unglaublichen Begegnungen, tiefen Gefühlen und magischen Momenten, die einfach nicht in Worten ausgedrückt werden können. Es lohnt sich trotz Zweifel und Ängste sich Herausforderungen zu stellen, weil daran wachsen wir und vor allem macht es das Leben lebenswert. Eigentlich sind genau diese Zweifel und Ängste das Signal dafür sich wirklich diesem Risiko zu stellen. Denn ohne diese Hürde wäre es auch keine Herausforderung. Es fordert dich und bringt dich über deine Grenzen hinaus. Danach fühlst du dich lebendig, gestärkt und einfach erfüllt. Es öffnet dir nicht nur neue Perspektiven, sondern auch ganz neue Empfindungen.

Wenn ich zurückdenke, wie ich früher gefangen war in der Gesellschaft und dem was man halt als richtig und gut anschaut, da habe ich mich immer ziemlich gleich gefühlt. Ich fühlte mich oft falsch und einfach frustriert. Ich habe mir selbst meine Einzigartigkeit nicht erlaubt und auch nicht den anderen. Ich habe damals gerade Leute für ihre Einzigartigkeit verurteilt. Heute ist das anders und mir wurde klar, dass das meine eigene Wunde war, dass ich mich selbst nicht getraut habe, mich selbst zu leben. Heute liebe ich die Einzigartigkeit an mir und auch wenn ich sie in anderen sehe und erleben darf. Mein Leben fühlt sich nicht immer gut an, aber ich fühle. Ich fühle mich schwach und verwundbar oder auch einfach „bevögelt“ und überglücklich. Ich fühle so viel, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Besonders das Gefühl der Liebe lässt mich immer wieder „orgasmische Gefühle“ ausserhalb meines Sexlebens spüren. Einfach eine Zufriedenheit und Erfüllung in mir und mit meinem Leben und sein.

Viel Widerstand, den wir durch die Gesellschaft oder andere Mitmenschen erfahren, ist einfach nur Neid. Neid das jemand sich erlaubt sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten und sich traut Dinge zu machen, die wir selbst auch gerne machen würden, uns aber nicht erlauben. Es triggert Wunden und Schutzmechanismen an, die oft mit Ablehnung und Hass ausgefochten werden. Ein zufriedener und erfüllter Mensch, der sein Leben und seine Einzigartigkeit entfaltet, der muss sich nicht mit dem Leben anderer befassen oder andere schlecht machen, weil er ein eigenes Leben hat um das er sich kümmert. Ein weitverbreitetes Phänomen unserer Gesellschaft. Sich um die Dinge der anderen zu kümmern, obwohl man eigentlich genug in seinem eigenen Leben zu tun hätte. Aber genau das ist die Problematik, denn genau diese Menschen wollen oder können eben nichts mit ihrem eigenen Leben anfangen, deshalb sind sie Experten darin es bei anderen zu versuchen oder andere von ihrem Lebensglück abzuhalten, weil sie sich selbst unbefriedigt fühlen. Dieses Phänomen zeigt uns selbst gut auf, wo wir gerade in unserem Leben stehen. 

Dazu kommt das viele einfach in ihrer Unverwundbarkeit verharren und um jeden Preis ihren Schutz aufrecht halten wollen. Ich bin davon überzeugt, dass irgendwann das Leben oder ein Mensch in unserem Leben kommt der genau diesen Schutzschild durchbricht, ob wir wollen oder nicht, wir werden aufgebrochen. Wir können uns war wehren und versuchen zu winden, aber schlussendlich werden wir gebrochen und durch das Zulassen unsere Verwundbarkeit können wir tiefer mit uns selbst in Kontakt treten und es, somit schaffen unsere Einzigartigkeit zu entfalten. Den zu Zugang in unser Herz und Innerstes und all das, was uns ausmacht und brennen lässt, dass wird sich dir nur mit Verwundbarkeit offenbaren. Vielleicht haben wir auch genau deshalb so Angst davor verwundbar zu werden, weil es uns Dinge offenbaren wird, von denen wir nicht mehr weglaufen können. Dass es uns dermassen aufrütteln wird, dass wir unseren Schutz nicht bewahren können. Dass wir damit auch nicht mehr in der Lage sind, weiterhin die Maske aufzusetzen nur um der Gesellschaft oder gewissen Menschen zu entsprechen, es würde uns innerlich auffressen.

Wir wissen, dass mit der Verwundbarkeit das Leben unserer Einzigartigkeit unausweichlich wird. Wir wissen, dass wir damit die Maske ablegen müssen und das Angepasste an die Gesellschaft oder Menschen hinfällig werden. Wir wissen, dass wir damit den Zugang zu unserem Herzen und dem, wofür wir brennen, freigelegt wird und wir dieses Feuer nicht mehr aufhalten können. Wen wir das zulassen, dann wissen wir, dass es Konsequenzen haben wird, und darauf haben die meisten keinen Bock, obwohl ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass es das Beste ist, was dir das Leben oder die Liebe schenken kann. Es lässt dich wieder tief fühlen und „bevögelt“ dich. Es beschenkt dich mit magischen Momenten und du wirst dich wieder lebendig und frei fühlen. Es bringt dich auf deinen Weg und wenn du diesen Schritt mal gegangen bist, glaub mir, dann willst du nie wieder zurück in dieses Gefängnis der Gesellschaft.

Deshalb lasst uns mutiger sein. Lass dich nicht aufhalten von Ängsten und Zweifel, sondern sehe sie als Zeichen dafür loszulaufen und dich genau diesen Herausforderungen zu stellen. Erkenne das Verwundbarkeit nicht Schwäche ist, sondern den Zugang zu Dir selbst und anderen und es dich dadurch umso stärker und selbstbewusster macht. Sei im Frieden damit, dass du es nie allen recht machen wirst und das auch nicht deine Aufgabe ist, sondern dass du genug damit zu tun hast dich um dein eigenes Leben und deine Entwicklungen zu kümmern. Dein Aufblühen wird lange nicht überall gerne gesehen, einige wird es sogar abschrecken und triggern, aber am Ende des Tages wirst du mit all der Ablehnung besser umgehen können, weil deine Selbstverurteilung wegfällt. Du bist nicht hier, um zu gefallen, sondern um deine Einzigartigkeit zu entfalten. Wachstum geschieht durch Reibung und vielleicht benötigen einige in deinem Umfeld sogar diese Reibung der Ablehnung, um wahrhaftig etwas in ihrem Leben zu verändern.

Beitragsbild von curve_scape

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